Gesetzliche Krankenversicherung: 52 Millionen Mitglieder!

06.08.2012 /

Die Zahl der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung ist gestiegen. Dafür verantwortlich sind gestiegene Beschäftigungszahlen.

Weil sich die Situation am Arbeitsmarkt derzeit gut entwickelt und viele einen neuen Job gefunden haben, nimmt auch die Anzahl der gesetzlich Versicherten zu. / © thinkstockDie stetig steigende Beschäftigungszahl auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat auch für einen steilen Anstieg der Mitgliederzahl in den gesetzlichen Krankenkassen gesorgt. Immer mehr Versicherte entscheiden sich demnach für eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die mittlerweile schon 52 Millionen zahlende Mitglieder verzeichnen kann.

Mitgliederzahlen aller Krankenkassen steigen stetig

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen somit die Zahlen der Versicherten um fast 400.000, seit 2005 sogar um satte 1,6 Millionen. Diese positiven Zahlen gehen aber nicht etwa auf einen Wechsel von Privatversicherten zu den gesetzlichen Versicherern zurück - denn auch die PKV-Mitgliederzahlen stiegen auf knapp 9 Millionen - sondern auf die, trotz Krise weiterhin gute Lage am Arbeitsmarkt.

Durch diese gelangen mehr und mehr Menschen in feste Arbeitsverhältnisse, was sie wiederum durch die Sozialversicherungspflicht zu Beitragszahlungen an die Arbeits-, Renten-, gesetzliche bzw. private Kranken- und Pflegeversicherung zwingt und somit auch zu einer Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung, egal ob gesetzlich oder privat.

Krankenversicherung richtet sich nach dem Einkommen

Ab einem jährlichen Einkommen von weniger als 50.850,- € ist ein Arbeitnehmer dazu verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern. Nur wer über dieser Marke liegt, darf auch eine private Krankenversicherung abschließen. Hinzu kommt, dass Rentner, die mittlerweile länger als noch vor einigen Jahren in der Arbeitswelt bleiben, auch dementsprechend länger als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung geführt werden.

Gesundheitsfonds wächst

Das Plus an Beitragszahlern schlägt sich in gestiegenen Einkünften im Bereich des Gesundheitsfonds nieder, der immer weiter anwächst. Die Einnahmen aus den Beiträgen der gesetzlich und privat Versicherten fließen zunächst alle in diesen Topf und werden dann durch den sogenannten "Risikostrukturausgleich" an die jeweiligen Krankenkassen weitergeleitet.

Bei der Marktverteilung kommen die Ersatzkassen auf einen Anteil von knapp 36 % mit 25,7 Millionen Versicherten und liegen damit etwas mehr als ein Prozent vor den 11 Allgemeinen Ortskrankenkassen, die auf ca. 24,4 Millionen Versicherte kommen. Dritter im Bunde sind die Betriebskrankenkassen mit 11,6 Millionen Versicherten. Die acht Innungskassen liegen mit 5,4 Millionen Versicherten auf dem vierten Platz und die Knappschaft bildet mit 1,8 Millionen das Schlusslicht.

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