Ranking: die besten Rürup-Renten im Vergleich
17.07.2012 / Bernd Schröder
Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat einen Vergleich von 121 Tarifen für die Basisrente, genannt Rürup-Rente, angestellt.
Das Institut für Vorsorge
und Finanzplanung (IVFP) hat 121 Tarife der Basisrente untersucht. Die nach
Bert Rürup benannte Rente kann in verschiedenen Varianten abgeschlossen werden.
In letzter Zeit entwickelten die Anbieter die Rürup-Produkte zu höherer
Attraktivität weiter. Man kann Rürup inzwischen auch mit Beitragsgarantie
abschließen, was der Gesetzgeber nicht vorschreibt. Grundsätzlich wird
gegenwärtig die Basisrente als fondsgebundene Rente mit und ohne Beitragserhalt
oder als klassische Rente angeboten. In diesen drei Kategorien nahm das IVFP
auch seine Untersuchung vor.
Allianz und Europa-Versicherung liegen bei Rürup vorn
Insgesamt 65 Anbieter nahm das IVFP unter die Lupe, zwei Sieger stehen fest: Eine klassische Basisrente oder eine Rürup-Rente als Fonds ohne Beitragserhalt schließt man am besten bei der Europa ab; der fondsgebundene Tarif mit Beitragserhalt weist die attraktivsten Bedingungen bei der Allianz auf.
Das IVFP legte als Messlatte 73 Kriterien an. Die hauptsächlichen Faktoren waren die Sicherheit, die Rendite, des Weiteren die Transparenz und Flexibilität sowie der Service der Rürup-Produkte. Die Sicherheit und die Rendite der Basisrente wurden mit jeweils 35 % am schwersten gewichtet. Flexibilität bei Rürup spielte zu 20 % eine Rolle, die Punkte Service und Transparenz flossen zusammen mit 10 % in die Bewertung ein.
Die Ergebnisse unterschieden sich nicht grundlegend vom letzten Rürup-Ranking des IVFP im Jahr 2010, allerdings ist der Testsieger Europa Lebensversicherung AG deutlich nach vorn gerückt. Bei den Fondspolicen mit Beitragsgewähr folgen auf den Erstplatzierten Allianz gleich sechs Anbieter mit identischer Endnote, nämlich HDI-Gerling, die Provinzial NordWest Lebensversicherung, der Volkswohl Bund, die HanseMerkur, die Stuttgarter und die Hannoversche Lebensversicherung.
Flexibilität bleibt Schwachpunkt
Einer der größten Vorzüge der Basisrente, ihre Flexibilität, wird von den Anbietern noch längst nicht voll ausgeschöpft. Selbständige, für die Bert Rürup vorrangig die Rente konzipiert hatte, sind auf diesen Punkt besonders angewiesen, ermöglichen doch die flexiblen Einzahlungen erst die Steueroptimierung mittels Basisrente.
Zuzahlungen lassen die Anbieter freilich zu, nur mit der Beitragsfreistellung hapert es oft. Bei den Zuzahlungen werden unterschiedliche Gebühren fällig, auch hier sollten Anleger genau hinschauen. Es gibt Deckelungen bei den Kosten ebenso wie Höchstgebühren von immerhin 11 %. Auch hier punktete die Europa mit einem sehr niedrigen Satz von nur 16,- €.
Die steuerlichen Informationen, also die Transparenz, fehlen vielfach noch. Hier können Arbeitnehmer benachteiligt werden, wenn ihnen verschwiegen wird, dass die Höchstförderung per Rürup (20.000,- € jährlich) um die Rentenversicherungsbeiträge gekürzt wird.
zurück Twittern