Furcht vor Alzheimer

24.07.2011 / Thomas Schulz

Immer mehr Menschen fürchten sich vor der schlimmsten Form von Demenz: der sogenannten Alzheimer-Krankheit. Anders als bei Krebs ist eine Heilung der Erkrankung nicht möglich.

Bei Alzheimer sterben nach und nach Nervenzellen im Gehirn ab, was schlussendlich immer tödlich endet. / © thinkstockIm Volksmund gilt Krebs gemeinhin als die tückischste aller Krankheiten. Oftmals tödlich, wird der Krebs meistens erst viel zu spät entdeckt - nämlich dann, wenn die Heilungschancen schon rapide gesunken sind. Auch wenn es beim Krebs große Unterschiede zwischen den Arten gibt - manche sind mehr, manche weniger lebensbedrohlich - ist die Diagnose Krebs für alle Betroffenen zunächst ein schwerer Schock. Hinzu kommt außerdem: Selbst im Falle einer vorläufigen Heilung besteht bei den Betroffenen die Furcht, dass die Erkrankung irgendwann zurückkehrt. Dies ist bei Krebs leider keine Seltenheit.

Die Furcht vor Krebs ist so groß, dass andere, kaum weniger schwerwiegende Krankheiten, ausgeblendet werden - obwohl auch sie immer mehr Menschen betreffen. Bestes Beispiel dafür ist Alzheimer. Eine Erkrankung, die in jedem Fall unheilbar und auf lange Sicht tödlich ist.

Alzheimer: schlimmste Variation von Demenz

Demenz lautet der Überbegriff der Erkrankung. Alzheimer nennt sich seine schwerwiegendste Variation. Demenz ist demnach nicht unbedingt gleichbedeutend mit Alzheimer; umgekehrt allerdings schon. Demenz bezeichnet alle Krankheiten, die den Verlust oder eine starke Schwächung vieler wichtiger geistiger Funktionen bedeuten. So ist geistige Demenz bei vielen älteren Menschen in unterschiedlichen Ausprägungen zu beobachten. In vielen Fällen sind die Symptome jedoch natürlich bedingt. Schlechtere kognitive Fähigkeiten sowie ein immer schwächeres Gedächtnis gehören nun einmal zu den Zeichen des Alterns.

Verwirrtheit und schrittweiser Verlust des Gedächtnisses

Spätestens dann, wenn die Gedanken und das Gesagte immer zusammenhangloser klingen, kann medizinisch von Demenz gesprochen werden. Die schlimmste und häufigste Form der Demenz ist Alzheimer.

Alzheimer ist eine Erkrankung, deren Name allein immer häufiger Furcht auslöst - selbst bei Menschen, die nicht davon betroffen sind. Denn das kennzeichnendste Symptom bei Alzheimer ist der Verlust des Gedächtnisses. Mit der Zeit schreitet dieser immer stärker voran: Die erkrankte Person verfügt schließlich über keinerlei Wissen mehr bezüglich ihres Umfelds und ihrer Selbst. Darunter leiden nicht nur die Betroffenen, sondern vor allem auch deren Angehörige. Ab einem bestimmten Stadium ihrer Erkrankung werden Alzheimer-Patienten zu Pflegefällen.

Alzheimer endet immer tödlich

Die Furcht vor Alzheimer ist vor allem deswegen so groß, weil Alzheimer nicht heilbar ist. Im Gehirn des Betroffenen sterben immer mehr Nervenzellen ab. So führt Alzheimer - im Gegensatz zu Krebs - letztlich immer zum Tod.

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