Lexikon
Eckrente
Als Eckrente bezeichnet man den Rentenwert, der nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst theoretisch erreicht werden kann.
EEG
Eigenerzeugung
Die Erzeugung von elektrischer Energie in eigenen Anlagen wird als Eigenerzeugung bezeichnet.
Einspeisungsvergütung
Wenn regenerativ erzeugter elektrischer Strom in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird, wird das mit einem bestimmten Beitrag pro Kilowattstunde (kWh) vergütet. Dies wird als Einspeisungsvergütung bezeichnet.
Eintarifzähler
Der Stromverbrauch ohne Berücksichtigung eines Schwachlasttarifs wird von einem Eintarifzähler ermittelt. Die Messung des Verbrauchs läuft über 24 Stunden.
Eintrittsalter
Das Eintrittsalter eines Versicherungsnehmers wird aus der Differenz zwischen Geburtsjahr und Versicherungsbeginn berechnet. Davon ausgehend wird die Beitragshöhe der jeweiligen Versicherung berechnet, die Gültigkeit für den gesamten Versicherungsverlauf hat.
Elektron
Ein negativ geladenes Teilchen wird als Elektron bezeichnet. Es fließt elektrischer Strom, wenn Elektronen sich bewegen.
Elektrosmog
Die elektromagnetische Strahlung vieler Geräte in die Umwelt wird als Elektrosmog bezeichnet.
Elementarschadenversicherung
Als Ergänzung zu einer Wohngebäude- und/oder Hausratversicherung lässt sich eine Elementarschadenversicherung abschließen. Zu Elementarschäden zählen beispielsweise Lawinen, Erdbeben oder Überschwemmungen.
Elternzeit
Bis zum 3. Lebensjahr eines Kindes haben erwerbstätige Mütter und Väter Anspruch auf Elternzeit. Die Elternzeit bezeichnet die unbezahlte Arbeitsfreistellung nach Geburt eines Kindes.
Emission
Schadstoffe wie zum Beispiel Radioaktivität, Staub oder Lärm, die an die Umwelt abgegeben werden, bezeichnet man als Emission.
Empfängnisverhütung
Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung haben bis zu ihrem vollendeten 20. Lebensjahr Anspruch auf ärztlich verordnete empfängnisverhütende Mittel.
ENA
Endalter
Das Endalter in der Kapitallebensversicherung entspricht dem Alter, in dem die versicherte Person oder der Antragssteller die Ablaufleistung erhält, die bis dahin erwirtschaftet wurde. Das Endalter kann bei Vertragsabschluss flexibel gewählt werden.
Endlagerung
Als Endlagerung wird die endgültige Lagerung von Abfällen bezeichnet. Insbesondere die Lagerung radioaktiver Abfälle aus der Kernenergienutzung wird als Endlagerung bezeichnet.
Energie
Die in einem Körper oder System gespeicherte Arbeit, aber auch das Vermögen, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben wird als Energie bezeichnet. Energie gibt es in Form von Wärme, Elektrizität und Licht.
Energiedichte
Das Maß dafür, wie energiebehaftet ein Raumabschnitt ist, wird als Energiedichte bezeichnet.
Energieeffizienz
Die Energieeffizienz ist eine Maßeinheit. Sie beschreibt den Anteil der Endenergie an der eingesetzten Primärenergie. Wenn mit wenig Energieaufwand ein hoher Nutzen erreicht wird, spricht man von hoher Energieeffizienz.
Energiekosten
Energiekosten sind die Kosten die entstehen, wenn Energie erzeugt und verteilt wird.
Energiemix
Die verschiedenen Energiequellen, die zur Energieversorgung eines Landes genutzt werden, bezeichnet man als Energiemix.
Energiesparlampe
Eine kompakte Leuchtstoffröhre mit einem Edelgas-Quecksilber-Gemisch wird als Energiesparlampe bezeichnet.
Energiesteuergesetz
2006 trat in Deutschland das Energiesteuergesetz in Kraft. Damit wurden die europäische Energiesteuerrichtlinie und ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs in nationales Recht umgesetzt. Als Verbrauchssteuer ist die Energiesteuer eine indirekte Steuer.
Energiewirtschaftsgesetz
1935 trat das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in Kraft, das die Energieversorgung sichern sollte. Bis 1998 waren die Energieversorger Vollmonopole. Das neue Energiewirtschaftsgesetz, das den Energiemarkt für den Wettbewerb öffnete, trat am 24.4.1998 in Kraft.
Engpassleistung
Die Engpassleistung bezeichnet die höchste Dauerleistung, die unter Normalbedingungen ausfahrbar ist.
Entbindung
Leistungen für eine Schwangerschaft und Entbindung werden von den Versicherungsgesellschaften im vereinbarten tariflichen Rahmen übernommen.
Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
Die Entgelt- oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wird Arbeitnehmern und Auszubildenden im Falle der Arbeitsunfähigkeit für die Dauer von 6 Wochen maximal gezahlt. Bei länger andauernder Krankheit leistet nach dieser Frist die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld, während privat Versicherte Krankentagegeld erhalten können.
Entry-Exit-Modell
Das Entry-Exit-Modell besagt, dass vom Energielieferanten sowohl eine Einspeisungs- (=Entry) als auch eine Entnahmegebühr (=Exit) entrichtet werden muss.
Entschädigungsleistung
Die Entschädigunsleistung ist die Leistung, die im Schadensfall vertraglich zugesichert wird. Sie wird begrenzt durch den Versicherungswert, die Versicherungssumme und die Höhe des versicherten Schadens.
EnWG
Erdgas
Erdgas ist ein gasförmiger fossiler Energieträger. Es hat sich aus organischen Stoffen gebildet und wird aus unterirdischen Vorkommen gewonnen.
Erdöl
Erdöl ist ein zähflüssiges Gemisch aus Kohlenwasserstoffen. Entstanden ist das Erdöl in erster Linie aus tierischen Substanzen der Vorzeit.
Erdwärme
Neben Wind-, Solar- und Bioenergie zählt Erdwärme zu den vier Säulen der erneuerbaren Energietechnologien. Unterhalb der festen Erdoberfläche ist die Erdwärme als Wärmeenergie gespeichert.
Erhöhungsoption
Ohne erneute Gesundheitsprüfung kann der Versicherungsschutz dank der Erhöhungsoption nach Eintritt bestimmter Ereignisse, wie beispielsweise der Geburt eines Kindes oder einer Existenzgründung, erhöht werden. Die Vereinbarung einer Erhöhungsoption liegt im Ermessen des Versicherungsunternehmens.
Erneuerbare Energien
Erneuerbare-Energien-Gesetz
2000 trat das "Gesetz über den Vorrang Erneuerbarer Energien", also das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), in Kraft. Es schreibt die Aufnahme und Vergütung von regenerativ erzeugtem Strom aus Windkraft, Biomasse, Wasserkraft, Klärgas, Deponiegas, Photovoltaik und Grubengas durch den Netzbetreiber vor.
Ersatzkassen
Ersatzkassen sind, neben den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und den Betriebskrankenkassen (BKK), die wichtigsten Träger der gesetzlichen Krankenversicherung.
Erstprämie
Die Erstprämie ist der erste Beitrag, der zu einer neu abgeschlossenen Versicherung fällig wird.
Ertrag
Ein Ertrag bezeichnet einen Gewinn. Vom Ertrag sind die Kosten, die für den Gewinn aufgebracht werden mussten, bereits abgezogen. Erträge müssen versteuert werden.
Erziehungsurlaub
Erziehungsurlaub war früher die Bezeichnung für die Elternzeit.
EStG
Einkommenssteuergesetz
Euratom
Bezeichnung für die Europäische Atomgemeinschaft. 1957 wurde Euratom zur Koordinierung und Kontrolle der zivilen Nuklarwirtschaft gegründet.
Europäischer Notfallausweis
Der europäische Notfallausweis (ENA) enthält Informationen über bestimmte Erkrankungen, Blutgruppe, schwere Operationen, Leberschäden und Allergien. Es handelt sich um ein freiwillig mitgeführtes Dokument, welches vor allem bei einem Unfall hilfreich sein kann. Einen europäischen Notfallausweis erhält man in Apotheken, Krankenhäusern und beim Arzt.
EVU
Elektrizitätsversorgungsunternehmen
Exajoules
Die Maßeinheit Exajoules wird verwendet, um den Weltenergieverbrauch darzustellen.
Exitmodell
Für einen Energielieferanten fallen bei einem Exit-Modell nur am Entnahmepunkt (=Exit) Kosten an.
